Urinkultur - Nachweis von Krankheitserregern

Zum Index

 Urinkultur

Mit einer Urinkultur können Krankheitserreger im Urin nachgewiesen werden, etwa im Rahmen eines Urinstatus. Der Nährboden dient zur Züchtung von Bakterien zur Keimzahlbestimmung, Keimdifferenzierung sowie Resistenztestung auf Antibiotika. Am häufigsten kommt er zur Diagnose von Harnweginfekten oder Infekten der Niere zum Einsatz. Mit der Keimzahlbestimmung kann bereits eine erste Aussage dazu gemacht werden, ob Krankheitserreger im Urin enthalten sind. Bei einer Keimanzahl von über 100.000 Bakterien pro Milliliter Urin ist eine Infektion sehr wahrscheinlich.

Zur genauen Identifizierung des Erregers wird eine Urinkultur angelegt. Dazu wird eine Mittelstrahlurin-Probe benötigt. Der Nährboden wird daraufhin in den Urin getaucht, damit sich vorhandene Krankheitserreger bilden können. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen, ist es wichtig, dass die Finger das Innere des Behälters sowie den Nährboden nicht berühren. Bis die Ergebnisse verfügbar sind, muss die Urinkultur 1-2 Tage fest verschlossen in einem Brutschrank gelagert werden. Sind Pilze oder Bakterien im Urin enthalten, wachsen diese in dieser Zeit zu einer Bakterienkultur bzw. Pilzkolonie heran.

Neben der Urinkultur kann auch ein Schnelltest mittels Urinteststreifen bei der Diagnose von Harnwegserkrankungen zur Anwendung kommen.