Autoklav (Dampfsterilisator)

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Schnelle und sichere Instrumentensterilisation mit dem Autoklav

 

Vacuquick AutoklavEin Autoklav ist ein Gerät, das zur Sterilisation von Instrumenten, Verbandstoffen und Textilien mit gesättigtem, gespanntem Dampf verwendet wird. Der auch als Dampfsterilisator oder Dampfdruckapparat bezeichnete Autoklav kann, im Gegensatz zum Heißluftsterilisator, auch zur Sterilisation temperaturempfindlicher Produkte verwendet werden. Die Sterilisationszeit beim Autoklaven hängt von der Höhe von Temperatur und Druck ab. Je höher diese beiden Faktoren, desto kürzer die Sterilisationszeit. Die Temperaturen bei der Dampfsterilisation betragen zwischen 120 und 143°C, der aufgebaute Druck liegt zwischen 1 und 3 bar. 

Durch die vergleichsweise niedrigen Temperaturen sind auch Kunststoffe zur Sterilisation im Autoklaven zugelassen. Diese würden sich bei der Aufbereitung im Heißluftsterilisator verformen oder sogar schmelzen.

Da nicht verpacktes Sterilgut nach der Sterilisation schnell wieder kontaminiert wird, werden vor allem Instrumente vor der Sterilisation im Autoklav in so genannte Sterilverpackungen eingesiegelt. Diese schützen die frisch sterilisierten Produkte mehrere Monate lang vor dem Kontakt mit Keimen und halten sie zuverlässig steril. 

Sterilisationsverpackungen schützen aber nicht nur das Sterilgut - sie geben auch Auskunft darüber, ob die Sterilisation stattgefunden hat. Dafür sind sie mit Indikatorstreifen versehen, die durch einen Farbumschlag die stattgehabte Sterilisation anzeigen. 

Da sich während der Sterilisation im Autoklav ein großer Druck aufbaut, darf die Tür des Autoklaven niemals während des Sterilisiervorgangs geöffnet werden. Die Folge wäre ein Druckabfall, durch den es sogar zu einer Explosion kommen könnte. 

Für die Aufbereitung im Autoklav wird immer Wasser benötigt, um den Wasserdampf zu erzeugen. Deswegen sind viele Autoklaven mit einem Festwasseranschluss ausgestattet, da dies die Handhabung entscheidend vereinfacht. 

Bei der Sterilisation im Autoklaven muss immer eine Dokumentation des Sterilisiervorgangs erfolgen. Die Unterlagen, die unter anderem die Chargen-Kontrolle und die Freigabe umfassen, müssen über einen gewissen Zeitraum hinweg sicher aufbewahrt werden. 

Autoklaven sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. Sie können meist mit mehreren Trays befüllt werden, so dass das Sterilgut auf mehreren Ebenen gleichzeitig sterilisiert werden kann. 

Je nach Zulassung unterscheidet man Klasse B und Klasse S Autoklaven. Ein Klasse B Autoklav kann nicht nur für unverpacktes, sondern auch für verpacktes, poröses oder hohles Sterilgut verwendet werden und eignet sich für alle Instrumente in allen Verpackungsvarianten. Dieser Geräte-Typ wird für Arztpraxen empfohlen, da Klasse B Autoklaven alle Anforderungen an eine zuverlässige Sterilisation erfüllen. 

Bekannte Autoklav-Hersteller sind z.B. Melag oder Madrimed.